Über Mich
Ich arbeite an der Schnittstelle von Sexualität, Beziehung und persönlicher Entwicklung.
Mit meinem Hintergrund als Sexualwissenschaftler M.A., Systemischer Therapeut i.A., Sexualpädagoge (gsp) und Sexualberater begleite ich Menschen dabei, ihre eigenen Bedürfnisse besser zu verstehen und mehr Klarheit, Verbundenheit und Sicherheit in ihrem Leben zu finden.

Meine Haltung zu Beziehung und Sexualität
Beziehung entsteht für mich im gemeinsamen Prozess.
Sie ist nichts Starres, nichts Vorgegebenes – sondern etwas, das zwischen Menschen wächst. Jede Beziehung ist individuell. Sie darf sich entwickeln, verändern und sich neu verhandeln.
Beziehung bedeutet für mich Raum:
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Raum zum Wachsen.
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Raum zum Erkunden.
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Raum, Dinge auszuprobieren
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Und auch Raum zum Scheitern – mit der Möglichkeit, dabei gehalten und verstanden zu werden.
Sexualität verstehe ich als ebenso individuellen Erfahrungsraum. Sie darf vieles sein. Sie ist das, was Menschen für sich darunter verstehen. Sie ist kein festes Skript, keine vorgefertigte Idee, keine Norm, die erfüllt werden muss.
Sexualität kann ein Ort des Experiments sein, des Selbstkontakts, des Seins.
Ein Raum für Bedürfnisse, Wahrnehmung, Lust, Ambivalenz und Entwicklung.
Wie ich berate
In meiner Beratung ist mir eine wertschätzende Atmosphäre auf Augenhöhe besonders wichtig. Menschen sollen sich mit dem, was sie mitbringen – mit ihren Fragen, Unsicherheiten, Wünschen oder Konflikten – gesehen und ernst genommen fühlen.
Ich arbeite mit einem systemischen, sexualwissenschaftlich fundierten Ansatz. Das bedeutet:
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Ich betrachte Menschen immer im Kontext ihrer Beziehungen und Lebenswelten.
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Ich unterstütze dabei, Muster, Denkweisen und Glaubenssätze bewusst zu machen.
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Ich gebe Impulse, stelle Fragen und arbeite – wenn passend – mit Übungen oder Reflexionsaufgaben.
Dabei verstehe ich Beratung als gemeinsamen Denk- und Entwicklungsraum, nicht als Bewertung oder Anleitung von außen.
Meine Perspektive ist geprägt von einem pro-feministischen und intersektionalen Blick. Ich berücksichtige gesellschaftliche Normen, Machtverhältnisse und insbesondere die Wirkung heteronormativer Vorstellungen auf Beziehung und Sexualität. Denn häufig beeinflussen diese unbewusst unser Erleben stärker, als wir denken.

Mein Weg in die Sexualberatung
Schon früh habe ich erlebt, wie sehr eine frei entfaltete Sexualität, Selbstakzeptanz und offene Kommunikation zu einem erfüllteren Beziehungs- und Sexualleben beitragen können.
Mit diesem Anliegen bin ich vor rund zehn Jahren in die Sexualpädagogik gegangen – mit dem Ziel, Sexualität verständlicher, sichtbarer und bewusster zu machen.
Von dort führte mich mein Weg in die Sexualwissenschaft. Im Studium vertiefte ich mein Verständnis für psychologische, medizinische und therapeutische Aspekte von Sexualität sowie für Paardynamiken, Krisenprozesse und biografische Zusammenhänge.
Die Ausbildung zum systemischer Therapeut ergänzt diese Perspektive für mich ideal. Sie ermöglicht eine ressourcenorientierte, respektvolle und zugleich strukturierende Begleitung – besonders im Themenfeld von Beziehung, Intimität und Sexualität.
Wofür ich stehe
Ich möchte einen Raum schaffen, der offen ist für unterschiedliche Lebensrealitäten und Beziehungsformen.
Meine Praxis versteht sich als:
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queerfreundlich
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feministisch
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kultur- und diskriminierungssensibel
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offen für vielfältige Beziehungsmodelle
Gleichzeitig ist es mir wichtig, meine eigene Rolle - als männlich sozialisierte Person und weißer Cis-Mann - in Beratung und vor allem Gesellschaft kontinuierlich zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Mein Anliegen ist es, Menschen dabei zu begleiten, ihr eigenes Erleben, ihre Bedürfnisse und ihre Emotionen klarer zu verstehen – jenseits von Erwartungen und Normen.

